April 29, 2026
Die Uhr stoppte bei 1:59.30. Innovation stoppt nie.
Sabastian Sawe lief beim London Marathon 2026 als erster Mensch offiziell unter zwei Stunden. Doch hinter dem Weltrekord steckt mehr als Athletik – es stecken Patente, Materialinnovation und IP-Schutz. Was der adidas Adizero Adios Pro Evo 3 mit geistigem Eigentum zu tun hat – und warum der World IP Day 2026 kein Zufall ist.
Ein historischer Sonntag in London
Am Sonntag, 26.04.2026 erlebten die Straßen Londons etwas, das die Welt noch nie zuvor gesehen hatte. Gleich dreimal wurde Geschichte geschrieben – in ein und demselben Rennen.
Sabastian Sawe überquerte die Ziellinie in 1:59.30 – der erste offizielle Sub-2-Stunden-Marathon der Geschichte. Eine Zeit, die den bisherigen Weltrekord des verstorbenen Kelvin Kiptum aus Chicago 2023 um ganze 65 Sekunden unterbietet. Sein Landsmann Yomif Kejelcha folgte in 1:59.41 und erreichte dasselbe Ziel – bei seinem Marathon-Debüt. Und Tigist Assefa pulverisierte den Frauen-Weltrekord mit einer atemberaubenden 2:15.41.
Drei Athleten. Drei Weltrekorde. Ein Tag, den die Sportwelt nicht so schnell vergessen wird.
Doch hinter jedem Weltrekord steckt eine Geschichte, die selten Schlagzeilen macht. Eine Geschichte, die nicht in Sekunden erzählt wird – sondern in Patenten, Prototypen und geschützter Innovation.
Der Schuh hinter dem Rekord
Alle drei Athleten trugen denselben Schuh: den adidas Adizero Adios Pro Evo 3 – den leichtesten und schnellsten Laufschuh, den adidas je gebaut hat. Gerade einmal 97 Gramm.
Das ist kein Zufall. Das ist Ingenieurkunst.
Der Adizero Adios Pro Evo 3 ist das Ergebnis jahrelanger, intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Seine zentralen technologischen Innovationen:
- Lightstrike Pro Evo Foam der nächsten Generation – 50 % leichter als der Schaum des Vorgängermodells, bei gleichzeitig 11 % mehr Energierückgabe
- ENERGYRIM – ein revolutionärer, carbonfaserverstärkter Rahmen, der rund um die Mittelsohle verläuft und die klassische Carbon-Vollplatte ersetzt. Er stabilisiert den ultraweichen Schaum und erzeugt beim Abstoß zusätzlichen Vortrieb
- 39 mm Stapelhöhe der Mittelsohle – maximale Dämpfung, ohne Abstriche beim Gewicht
Wie adidas VP of Product Stephan Scholten es formulierte: „Unser Ziel war eine zweistellige Zahl auf der Waage – bei besserer Performance als je zuvor."
Das sind keine bloßen Designentscheidungen. Das sind Innovationen, die auf Jahren geschützter Forschung und Entwicklung basieren. Das Ergebnis von Ingenieur:innen, Materialwissenschaftler:innen und Biomechanik-Expert:innen, die gemeinsam mit Spitzenathlet:innen die Grenzen des physisch Möglichen verschieben.
Ohne IP-Schutz würde diese Investition keinen Sinn ergeben. Warum Jahre und Millionen in eine Durchbruchs-Technologie stecken – wenn sie sich über Nacht kopieren lässt?
Intellectual Property Protection ist es, was das Rennen um Innovation überhaupt erst lohnenswert macht.
World IP Day 2026: IP und Sport – Ready, Set, Innovate
Dass gestern, am 26. April, gleichzeitig der World IP Day 2026 gefeiert wurde, ist kein Zufall.
Das diesjährige Thema lautet:
„IP and Sports: Ready, Set, Innovate"
Organisiert von der World Intellectual Property Organization (WIPO), lädt der World IP Day jedes Jahr dazu ein, die Rolle des geistigen Eigentums in unserer Welt zu beleuchten – und der Sport ist eine seiner eindrücklichsten Bühnen. Wie die WIPO selbst betont, würdigt das Thema dieses Jahres „die zunehmend komplexe Beziehung zwischen IP-Rechten und der milliardenschweren globalen Sportindustrie."
Neue WIPO-Daten zum World IP Day 2026 bestätigen: Die IP-Nutzung im Sport boomt – Patente, Marken und Designrechte verzeichnen in sportbezogenen Sektoren signifikantes Wachstum.
Das Timing hätte nicht besser sein können.
Was IP mit einem Sub-2-Stunden-Marathon zu tun hat
Wenn ein Unternehmen wie adidas in einen revolutionären Laufschuh investiert, schützt es diese Investition auf mehreren Ebenen:
Patente sichern die technischen Innovationen – spezifische Schaumformulierungen, das ENERGYRIM-Carbonsystem, Verbindungstechniken. Ein Patent gewährt dem Erfinder für einen definierten Zeitraum exklusive Rechte und stellt sicher, dass die F&E-Investition sich rechnet.
Designrechte schützen das äußere Erscheinungsbild des Schuhs – seine Form, seine Ästhetik, seine Präsenz auf dem Siegerpodest.
Geschäftsgeheimnisse decken proprietäres Know-how ab, das nie in eine Patentanmeldung einfließt – interne Testprotokolle, Athleten-Feedbackschleifen, Fertigungsverfeinerungen.
Markenrechte sorgen dafür, dass man beim Anblick der drei Streifen an der Startlinie sofort weiß, wofür sie stehen.
Zusammen bilden diese Instrumente ein Ökosystem, in dem Innovation belohnt, Investitionen geschützt und Fortschritt möglich wird. Ohne sie gäbe es keinen Anreiz, die nächste Generation von Performance-Technologien zu entwickeln. Das Europäische Patentamt (EPA) bringt es auf den Punkt: IP „unterstützt die Technologien, Designs und Marken, die den modernen Sport prägen."
Rekorde werden auf der Strecke gebrochen. Aber sie entstehen im Labor.
Sabastian Sawes 1:59.30 wird als eines der größten Momente der Sportgeschichte in Erinnerung bleiben. Der Guardian beschrieb es als eine Leistung, die eine „schwindelerregende" Idee Wirklichkeit werden ließ – vergleichbar damit, 100 Meter in unter 17 Sekunden zu laufen und dieses Tempo über die gesamte Renndistanz zu halten.
Aber es ist auch ein Denkmal menschlichen Erfindungsgeists. Für Wissenschaftler:innen, Ingenieur:innen und Designer:innen, die jahrelang weitgehend im Verborgenen gearbeitet haben, um diesen Moment möglich zu machen.
Der World IP Day erinnert uns daran: Lasst uns nicht nur die Athlet:innen feiern, die die Ziellinie überqueren – sondern auch die Innovator:innen, die die Werkzeuge bauen, die sie dorthin bringen.
IP-Schutz ist der Startschuss für Innovation. Er signalisiert Erfinder:innen, Forschenden und Unternehmen weltweit: Eure Ideen sind es wert, geschützt zu werden. Eure Investition lohnt sich. Euer Durchbruch ist es wert, verfolgt zu werden.
Und manchmal sieht dieser Durchbruch aus wie ein 42,195-km-Rennen in unter zwei Stunden.
Fazit
Der 26.04.26 war ein Tag der Rekorde – auf der Straße und im Labor. Ein Tag, der eindrücklich gezeigt hat, was entsteht, wenn menschliches athletisches Potenzial auf geschützte technologische Innovation trifft.
Während wir den World IP Day 2026 und sein Motto „IP and Sports: Ready, Set, Innovate" feiern, bleibt eine Erkenntnis:
Hinter jedem Rekord steckt eine Innovation. Hinter jeder Innovation steckt Schutz. Und hinter jedem Schutz steckt ein Patentamt.
Quellenangaben:
World Athletics: Sawe breaks two-hour barrier worldathletics.org
BBC Sport: London Marathon 2026 results bbc.com/sport
AP News: Sawe wins London Marathon in world-record time apnews.com
The Guardian: Sawe breaks two-hour barrier theguardian.com
Runner's World UK: Adizero Adios Pro Evo 3 launch runnersworld.com
Sneaker News: Adizero Adios Pro Evo 3 technology sneakernews.com
WIPO: World IP Day 2026 wipo.int
WIPO: New data: IP use booming in sports industry wipo.int/pressroom
WIPO Magazine: IP and Sports: Ready, Set, Innovate wipo.int/magazine
EPO: World IP Day 2026 epo.org
adidas announcement (LinkedIn) linkedin/adidas















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