June 25, 2026
PATINFO 2026 in Ilmenau: Innovationen beschleunigen & Risiken senken: Unsere Takeaways
Die PATINFO 2026 hat eindrucksvoll gezeigt: IP-Strategie und Künstliche Intelligenz sind längst kein Gegensatz mehr – sie bedingen einander. Drei Tage Ilmenau, starke Vorträge, wachsende Kundenpräsenz und ein klares Signal für die Zukunft.
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Vom 10. bis 12. Juni 2026 fand in der Festhalle Ilmenau das 48. Kolloquium der Technischen Universität Ilmenau über Patentinformation und gewerblichen Rechtsschutz statt – besser bekannt als PATINFO2026.
Das diesjährige Leitthema: „Zukunft sichern durch IP: Schutzrechte in Zeiten von KI, geopolitischem Wandel und Innovationsdruck"
Und das Thema hat geliefert. Drei Tage lang diskutierten Fachleute aus Industrie, Kanzleien, Forschung und Behörden über die Fragen, die IP-Verantwortliche gerade wirklich bewegen. Wir waren vor Ort – und kommen mit klaren Eindrücken zurück.
1. Wachsende Kundenpräsenz: Ein Zeichen, das uns freut
Jedes Jahr freuen wir uns auf die PATINFO – und jedes Jahr gibt es einen Moment, der uns besonders zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
In diesem Jahr war es die wachsende Zahl unserer Kundinnen und Kunden, die wir vor Ort persönlich treffen konnten. Mehr als in jedem Jahr zuvor. Das ist für uns mehr als ein angenehmes Detail – es ist ein klarer Indikator: Wir wachsen, und wir machen offenbar einiges richtig.
Solche Begegnungen sind durch nichts zu ersetzen. Im direkten Gespräch entstehen Ideen, werden Herausforderungen greifbar und Lösungen konkret. Genau das macht die PATINFO zu einem der wertvollsten Termine im Jahr – nicht nur als Fachkonferenz, sondern als Raum für echten, substanziellen Austausch.
2. Unser Kurzvortrag: „Innovationen beschleunigen & Risiken senken"
Auch in diesem Jahr haben wir die Bühne genutzt – und die Resonanz auf unseren Kurzvortrag hat uns sehr gefreut.
Wir haben gezeigt, wie PATOffice IP-Teams dabei unterstützt, schneller zu agieren und strategisch besser zu entscheiden: durch strukturierte Workflows, integrierte Kollaboration über Abteilungen hinweg und KI-gestützte Insights, die aus Patentdaten echte Entscheidungsgrundlagen machen.
Besonders viel Aufmerksamkeit hat dabei unser Thema Agentic AI erzeugt – und das hat uns nicht überrascht.
Mit PIA – dem PATOffice Intelligent Assistant – gehen wir einen Schritt weiter als klassische KI-Tools: PIA arbeitet nicht nur auf Anfrage, sondern übernimmt als intelligenter Agent aktiv Aufgaben im IP-Prozess. Spezialisierte Agenten übernehmen dabei definierte Rollen – von der Analyse bis zum Monitoring – und arbeiten unter einer Supervisor-Instanz effizient zusammen. 25+ Funktionen sind direkt per Agent steuerbar, und das System ist bereits MCP-ready.
Die Botschaft, die wir mitgenommen haben: Das Publikum ist bereit für diesen nächsten Schritt. Agentic AI im IP-Umfeld ist keine ferne Zukunft – sie ist jetzt.
3. Highlight-Vortrag: „Integration von IP und AI in den unternehmensinternen Innovationsprozess"
Einer der stärksten inhaltlichen Impulse des Kolloquiums kam von Frederik Golks (Andreas STIHL AG & Co. KG, Waiblingen) – und sein Vortrag hat im Saal deutliche Spuren hinterlassen.
Die Kernthese: IP entwickelt sich vom rechtlichen Schutzmechanismus zum zentralen Erfolgsfaktor für nachhaltige Innovation, Marktgestaltung und langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Am Beispiel von STIHL wurde greifbar, wie das in der Praxis aussieht – nicht als Theorie, sondern als gelebtes Unternehmensmodell.
IP als kollaborativer Prozess – nicht als Siloaufgabe
Bei STIHL ist Innovation organisatorisch als kollaborativer Prozess verankert. Forschung & Entwicklung, IP, Produktmanagement und Marketing arbeiten bereichsübergreifend zusammen. Die IP-Funktion nimmt dabei eine zentrale Rolle ein: Sie begleitet Innovationsaktivitäten strategisch, sichert diese ab – und gestaltet sie inhaltlich mit. Das Ziel: neue Lösungen, die nicht nur technologisch überzeugen, sondern auch marktgerecht und rechtlich abgesichert entwickelt werden.
Frühzeitige IP-Einbindung als strategischer Hebel
Besonders eindrücklich war der Punkt zur frühzeitigen Einbindung von IP in den Innovationsprozess. Bereits in der Analysephase liefern Patent- und Technologierecherchen entscheidende Einblicke in Wettbewerbsaktivitäten, technologische Trends und bestehende Schutzrechtslandschaften. Daraus lassen sich strategisch vielversprechende Innovationsfelder definieren, White Spots identifizieren und langfristige Geschäftsmodelle vorbereiten.
IP wird so zum Instrument strategischer Marktgestaltung – nicht erst am Ende eines Entwicklungsprozesses, sondern von Anfang an.
Zwei Arten von Schutzrechten – eine integrierte Strategie
STIHL verfolgt dabei eine zweigleisige Herangehensweise: einerseits technisch fokussierte, projektbegleitend entwickelte Schutzrechte, die konkrete Entwicklungen absichern – andererseits systemisch und geschäftsorientiert entwickelte Schutzrechte, die langfristige Marktgestaltung und Lizenz- und Verhandlungsspielräume eröffnen. Letztere entstehen gezielt in interdisziplinären „IP Projekten".
Die Zukunft: Digitale IP-Management-Lösungen als Pflicht
Golks machte auch klar, was Unternehmen für die Zukunft brauchen: Investitionen in digitale IP-Managementlösungen, um Geschwindigkeit, Vielfalt und Datenvolumen moderner Innovationsvorhaben effizient zu bewältigen. Dazu agile IP-Strategien, die technologische Sprünge frühzeitig erkennen – und lernorientierte, interdisziplinäre Arbeitskulturen, die IP-Teams kontinuierlich weiterentwickeln.
Agilität, strategisches Denken und proaktive IP-Arbeit werden damit zu zentralen Voraussetzungen, um Intellectual Property als echten Wertschöpfungshebel einzusetzen.
Ein Vortrag, der in Erinnerung bleibt – und der zeigt, wohin sich die Branche bewegt. Und der uns einmal mehr bestätigt: Genau hier setzt PATOffice an. Wer IP früh in den Innovationsprozess integrieren will, braucht eine Plattform, die Recherche, Monitoring und Analyse in einem strukturierten, kollaborativen System zusammenführt – mit KI, die nicht nur unterstützt, sondern aktiv mitdenkt.
4. Das übergeordnete Thema: IP in einer unsicheren Welt
Das Leitthema der PATINFO2026 – Schutzrechte in Zeiten von KI, geopolitischem Wandel und Innovationsdruck – war mehr als eine Überschrift. Es war der rote Faden durch drei intensive Tage.
Die Botschaft, die sich durch alle Vorträge und Diskussionen zog, war klar:
IP-Strategie ist Resilienzstrategie.
In einer Welt, in der Lieferketten fragiler werden, Technologieführerschaft umkämpfter ist und KI die Spielregeln der Innovation verändert, sind Schutzrechte nicht mehr nur Verteidigung. Sie sind ein aktives Instrument zur Zukunftssicherung.
Genau hier setzt PATOffice an: Wir helfen IP-Teams und R&D-Abteilungen, ihr Patentportfolio nicht nur zu verwalten, sondern aktiv zu steuern – mit KI-gestütztem Monitoring, automatisierter Recherche und Analysen, die Trends und Risiken frühzeitig sichtbar machen. Und das auf einer Plattform, die DSGVO-konform, EU AI Act-konform und ausschließlich auf Servern in Deutschland betrieben wird. Lest hier mehr zu unserem Blick auf Datensicherheit bei PATOffice.
Fazit: Drei Tage, die sich gelohnt haben
Die PATINFO2026 war einmal mehr das, was sie jedes Jahr ist: der wichtigste Treffpunkt der IP-Community in Deutschland – inhaltlich stark, gut organisiert und voller Impulse, die weit über die Konferenz hinauswirken.
Für uns persönlich war es eine der besten PATINFO-Ausgaben bislang: mehr Kunden vor Ort, ein Kurzvortrag mit starker Resonanz, inspirierende Gespräche und ein Programm, das die drängenden Fragen der Branche ernst nimmt.
Wir freuen uns auf den weiteren Austausch – und schon jetzt auf das nächste Jahr.
📅 Save the Date: PATINFO 2027
Das 49. Kolloquium der Technischen Universität Ilmenau über Patentinformation und gewerblichen Rechtsschutz findet vom 9. bis 11. Juni 2027 statt.
Das Thema: „IP als Brücke oder Barriere – Schutzrechte in Kooperation, Wettbewerb und strategischer Positionierung"
Wir werden wieder dabei sein – und freuen uns, Sie in Ilmenau zu treffen.
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